Was ist eigentlich „gesund“ ?

Wie sieht Gesundheit eigentlich aus? Wie fühlt sich „gesund“ denn so an? Es ist immer einfach von Gesundheit zu reden aber wie kann man sich „gesund sein“ denn vorstellen? Was gehört überhaupt dazu und warum finde ich es nicht im Außen? Wenn du dir immer öfter solche Fragen stellst und genau wie ich, überfordert bist, von so vielen Angeboten im Außen, die dir die Sterne vom Himmel versprechen. Dann freue ich mich, dich begrüßen zu dürfen.

Es ist so schön, dass du meinen Blog liest und dir Zeit nimmst, für dich und deine Gesundheit.

Zu glauben, dass Gesundheit und Wohlbefinden etwas ist, was unser Körper jeden Tag versucht für uns herzustellen und uns sämtliche Zeichen sendet, auf alle möglichen Arten, wenn dies aus dem Gleichgewicht gerät, dass musste ich auch erst lernen. Das Verständnis, dass wir weder von der Natur, noch vom Tagesrhythmus, den Jahreszeiten oder Mondzyklen getrennt sind und wir alle Elemente dieser Erde in uns und um uns herum wiederfinden, erlangte ich durch das Erlernen des Ayurveda.

Was ist Ayurveda?

Das Wort Ayurveda kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „das Wissen vom Leben“. Es setzt sich aus den zwei Worten „ayuh = Leben“ und „veda = Wissen“ zusammen und ist das älteste Heilsystem der Erde.

Nun ist es richtig, dass man nicht so ran möchte, an ein über 2000 Jahre altes System, da wir im Fortschritt unserer Zeit, uns gut aufgehoben fühlen! Wir dürfen uns sicher fühlen, im Krankheitsfall, gut versorgt zu sein und passende Mittel zur Verfügung stehen zu haben. Und das ist auch genau richtig so! Aber unsere Gesellschaft leidet zunehmend an Krankheiten, die unser Medizinsystem an ihre Grenzen bringt und es wünscht sich sukzessive mehr Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen. Krankenkassen bieten Ernährungscoachings und Bewegungsmöglichkeiten, es ist die Rede von Resilienz und gesunde Lebensweisen.

Aber wie sieht denn nun ein gesunder Mensch aus?

Einen gesunden Menschen kann man sich ungefähr so vorstellen, dass er sich ausgeglichen fühlt, von Natur aus glänzende Haare, kräftige Nägel, rosige Haut und viel Strahlkraft hat. Ohne viel nachhelfen zu müssen. Er ist in Ruhe, fürsorglich, gemütlich und hat Ausdauer und Geduld. Seine Schlafqualität ist gut und er wacht erholt und fit auf. Tagsüber braucht man keinen extra Schlaf. Neugier und Offenheit sind normal und es gibt wenig Ängste auszustehen, wenn nicht das Leben in unmittelbarer Bedrohung steht. Dies alles sind Dinge, die entstehen, wenn auch Organe und natürliche Entgiftung gut funktionieren und man erkennt am äußeren Erscheinungsbild, wenn dies nicht der Fall ist. Das klingt nicht schlecht, würde ich mal sagen aber wer fühlt sich denn nun noch angesprochen? Nicht so viele, oder?

Warum kann hier der Ayurveda einiges aufklären?

Jeder Mensch unterliegt seiner ganz eigenen Konstitution und das ist so schön zu wissen! Wir alle sind Unikate und einzigartig und dürfen aufhören einem Idol hinterherzulaufen. Wir dürfen unser eigenes Idol werden! Die tollsten Beispiele sind immer: Eine bestimmte Figur zu bekommen. Cremes mit verjüngender Wirkung oder das Nachhelfen zu der begehrten Wallemähne. Alles wunderbare Tools finde ich aber oft anstrengend und kostspielig. Einfacher ist es tatsächlich alles erstmal anzuerkennen, was man in diesem Moment ist und wie man ist und zu schauen, wo stehe ich denn gerade? Wie sieht es aus, mit meiner körperlichen Gesundheit? Warum funktionieren alle meine Anstrengungen zu gesunder Figur, zu glänzendem Haar oder gutem Hautbild nicht? Sich selbst explizit danach fragen! Denn das Wichtigste, was du wissen darfst ist,….

…alles beginnt immer mit dir selbst!

Wenn du dir diese Fragen gestellt hast, dann kannst du dir danken, dass du JETZT genau so richtig bist, wie du bist.

Im Ayurveda findest du für dich genau die richtige Konstitution, diese wird hier Bioenergie oder auch Dosha genannt. Diese Hauptbioenergien heißen Vata, Pitta, Kapha. Alle drei Doshas haben ihre ganz eigene elementare Zusammenstellung. Vata = Äther(Raum) und Luft; Pitta = Feuer und Erde; Kapha = Wasser und Erde. Grundsätzlich finden wir, in uns, alle drei Doshas. Es kann eines oder mehrere überwiegen. Es kann auch ganz ausgeglichen sein. Nun ist es schwierig deine Geburtskonstitution herauszufinden und deshalb kann man mit gezielten Fragen, den körperlichen Istzustand bestimmen und damit beginnen Ungleichgewichte zu transformieren.

Wie zeigen sich Ungleichgewichte und warum bist du kreativer als du denkst?

Oft zeigen sich Ungleichgewichte ganz einfach, wir reagieren aber wenig darauf und nehmen sie hin oder geben jegliche Verantwortung auf, weil unsere Eltern/Großeltern das gleiche Problem haben und wir es erbten. Das kann auch alles ganz richtig sein aber es muss ganz und gar nicht heißen, das wir es deswegen so hinnehmen müssen. Du hast jeder Zeit die Möglichkeit etwas dafür zu tun, damit es dir, mit deiner Konstitution gut geht. Du merkst vielleicht schon einige Zeit, dass deine Nägel brüchig sind, deine Zunge belegt oder du sehr trockene, unreine oder fettige Haut hast. Vermehrt Haarausfall oder oft Blähungen sind alles Dinge, die du wahrnimmst aber vielleicht schon etwas gefunden hast, was du eincremen, weglassen oder retuschieren kannst. Aber das Problem ist da und sichtbar. Oder du weißt, dass wenn du vor 24 Uhr ins Bett gehst, du irgendwann gegen drei wieder wach wirst und akzeptierst das so, einfach immer nach 24 Uhr erst schlafen zu gehen. Auch Essenszeiten hast du nach deinen Beschwerden schon umgestellt, nur damit du irgendwie hinkommst. Also du hast quasi dein Tagesablauf nach deinem schon vorhandenen körperlichen Ungleichgewicht zurechtgebaut. Wahrscheinlich wusstest du selber noch gar nichts, von deiner unendlichen Kreativität?

Wo nun aber ansetzen?

Eine Vorstellung beim Hausarzt ist sinnvoll, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen. Es gibt wunderbare Tests, die herausfinden können, ob Entzündungen, Nährstoffmangel oder Unverträglichkeiten vorliegen. Wir haben nicht umsonst ein gutes Medizinsystem und dürfen es auch in Anspruch nehmen. Darüber hinaus darfst du viel Eigenverantwortung übernehmen und musst dafür nicht das Komplizierteste vom Komplizierten heraufbeschwören. Du kannst anfangen zu erfahren, dass du deiner Gesundheit enorm hilfst, wenn du nur damit beginnst, im Tagesrhythmus zu agieren. All deine kreativen Fähigkeiten solltest du in viel schönere Aktivitäten investieren und darauf vertrauen, dass Tages- und Nachtzeiten genau ihren Zweck haben und ihre ganz bestimmte Energie. Wir sind ein Teil der Natur und können uns auf diese ganz einfach verlassen. Du musst dir darüber keine Gedanken machen und darfst dir somit wertvolle Zeit schenken, etwas für dich zu tun. Im Ayurveda ist dies ganz genau festgelegt und einfach erklärbar.

Die Tageszeiten und deren Energie.

  • Ein Aufstehen vor 6 Uhr ist für unseren Körper normal und auch gesund, da er in dieser Zeit ganz natürlich geweckt wird, durch die luftige Energie des Tages.
  • Nach 6 Uhr morgens folgt eine energetisch schwere Zeit und diese kann man sehr gut mit einer festen Morgenroutine erleichtern. Routinen haben im Allgemeinen immer eine ganz schöne Wirkung auf unseren Körper, sie geben ihm eine gewisse Beständigkeit und Freiheit, weil wir nicht viel Nachdenken müssen währenddessen. Unser Körper mag gesunde Routinen.
  • 10 Uhr morgens beginnt eine Zeit, in der sehr viel Feuer vorherrscht. Wenn du bis jetzt noch nichts gegessen hast, beginnt nun dein Magen „ganz natürlich“ zu knurren. Dein Verdauungsfeuer ist hier am höchsten, mit der Energie des Mittags. Dem jetzt nicht Folge zu leisten ist ungesund und bringt Stress. Stress mag dein Körper ganz und gar nicht! Bis 14 Uhr lodert diese Energie.
  • Danach ändert sie sich dann in Bewegung und Leichtigkeit. So oft es dir möglich ist, geh an die Luft und beweg dich. Wir haben ein Bewegungsapparat und es ist das gesündeste überhaut, diesen mit Bewegung zu pflegen.
  • 18 Uhr geht die Energie zurück in natürliche Schwere, routinemäßig Essen zum Abend, leichte Einheiten von Yoga oder anderes sind hier gut angebracht. Das Verdauungsfeuer ist nun sehr niedrig und alles was zusätzlich beschwert, belastet deinen Körper zusätzlich.
  • Ab 22 Uhr, mit dem Beginn einer sehr aktiven Zeit, dominiert vom Element Feuer und Wasser, ist auch “ von ganz alleine“ unser Körper mit etwas sehr Wichtigem beschäftigt: Der Entgiftung. Je öfter du es schaffst ins Bett zu gehen, vor 22 Uhr, nichts mehr zu essen oder anstrengendes zu trinken, je mehr unterstützt du dich, bei diesem ganz natürlichen und lebenswichtigen Vorgang.
  • Ab zwei Uhr morgens befindest du dich wieder in einer Zeit, geprägt von den Elementen Luft und Raum, also sehr viel Feinfühligkeit und Bewegung und es kann durchaus sein, dass du von selbst aufwachst, vor 6 Uhr.

Höre auf deinen Körper, denn er hat recht!

Das kennst du bestimmt. Du merkst deutlich Müdigkeit vor 22 Uhr und gehst aber nicht ins Bett, irgendwann hast du die Müdigkeit übergangen und bist wieder hellwach, weil einfach dein Körper sehr aktiv ist in dieser Zeit. Er brauch aber nun dringend diesen Schlaf, um selbstständig zu entgiften. Oder du wachst vor 6 Uhr auf und denkst, nee ich schlaf noch den Rest, bis der Wecker klingelt. Somit rutscht du wieder in eine andere Tagesenergie und fühlst dich unausgeschlafen und gerädert. Folge diesem Ruf und nimm dir Zeit für eine schöne Morgenroutine. Dein Körper versucht dich ständig zu erinnern und hier ist es tatsächlich von großem Vorteil, so oft wie du es schaffst, auf diese Signale zu hören. Das sind so einfache Schritte, die du sofort umsetzen kannst, ohne viel darüber nachdenken zu müssen.

Deine Tools, zum sofort umsetzen:

  • vor 6 Uhr aufstehen
  • eine pflegende Morgenroutine einfließen lassen
  • spätestens gegen 12 Uhr etwas nährendes essen
  • nachmittags Bewegung einfließen lassen oder etwas kreatives machen
  • nicht zu spät und zu schwer essen
  • einen ruhigen Abend verbringen, Abendroutine, Aufschreiben hilft zu verarbeiten
  • vor 22 Uhr zu Bett gehen

Ich wünsche mir für dich, dass du weißt, wie sehr dein Körper damit beschäftigt ist, gesund zu sein. Es bedarf viele kleine Schritte, um Veränderung herbei zu führen und du darfst mit größter Geduld herangehen, denn deine Sprache mit dir selbst, ist schon „allein“ ein so wichtiger Baustein zur Gesundheit.

Sei so lieb zu dir selbst, wie du es dir wünscht, es von außen zu erfahren.

Lebeleicht und bis bald, deine Kerstin.

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